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Angst vor der weißen Leinwand? Nöööö :o)
Nichts
ist schöner als diese nackte weiße Leinwand. Da
brauche ich kein Konzept, keine Skizze, nicht mal eine erste Idee
oder eine bestimmte Stimmung; ich brauche einfach nur Farbe.
Ein paar
Spritzer, Farbkleckse, manchmal ganze Pfützen, die
ineinander laufen und sich zu neuen Tönen mischen; gebändigt
mit dem Spachtel, wieder zerkratzt und zerstört mit allem, was
gerade greifbar ist: Kreide, Kohle, Sand, Asche; solange, bis Spuren
entstehen, die sich übereinander lagern, Schicht für Schicht,
wie Haut, lebendig.
Und plötzlich, von einem Moment zum anderen, gewinnt dieses
Farb- und Strukturen-Chaos ein Eigenleben – eine erste Form
findet sich, die Bestand hat; eine Farbe beginnt zu dominieren und übernimmt
die Regie; eigenwillige Strukturen kristallisieren sich heraus und
lassen sich nicht mehr so einfach tilgen; alles verdichtet und verwebt
sich, bis der Punkt erreicht ist, wo es nichts mehr zu tun gibt. |
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