Wenn mich etwas wirklich immer in meinem Leben begleitet, dann ist es die Kunst. Davon kann vor allem meine Familie ein Lied singen, besonders über meine ersten frühkindlichen „Kreativitätstechniken“ (Ansage an meine Brüder: Schweigepflicht!); dann erste Zeichenkurse an der VHS, im Abitur „Kunst“ als Leistungskurs, später Kunstgeschichts-Studium und das Glück langer Studienaufenthalte in Rom und Florenz – Kunstgenuss pur. Aber vor lauter Begeisterung für die Wissenschaft ist dann irgendwo in diesen Jahren die eigene Malerei ganz auf der Strecke geblieben, über 20 Jahre lang.

Warum ich im letzten Jahr plötzlich wieder mit der Malerei angefangen habe, kann ich nicht wirklich sagen; am Anfang war es eher so eine unbestimmte Sehnsucht und die Lust, mit den Händen und aus dem Bauch heraus etwas „zu schaffen“; darüber weiß wahrscheinlich meine Freundin Reni mehr, die tapfer meine ersten „Schmierversuche“ wohlwollend mit „na ja, was wirklich zählt, ist der Prozess“ kommentiert hat und noch heute immer die erste ist, die neue Experimente „im Prozess“ zu sehen kriegt; jedenfalls war auf einmal alles wieder da, so als hätte ich nur mal eben eine Pause gemacht …



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